Ohr Torah Stone’s Blickle Institute for Interfaith Dialogue
Internationale Dialogarbeit
Das Ohr Torah Stone’s Blickle Institute for Interfaith Dialogue wurde am 26. Oktober 2020 in Efrat (Israel) gegründet. Als jüdisch modern-orthodoxe Bildungseinrichtung verfolgt es das Ziel, das Verständnis zwischen Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslimen in Israel nachhaltig zu vertiefen.
Gegründet wurde das Institut von Karl-Hermann Blickle († 2022) und Rabbi Katriel Brander, Präsident und Rosh HaYeshiva des Bildungsnetzwerks Ohr Torah Stone. Es versteht sich als akademisch fundiertes Zentrum des interreligiösen Dialogs, das Rabbiner, Pädagoginnen und jüdische Multiplikatorinnen befähigt, Islam und Christentum differenziert, respektvoll und theologisch reflektiert zu vermitteln.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Bildungsprogramme, Vorträge, Kurse und ein strukturiertes Fellows-Programm, das jüdische Gemeindeleitungen, Lehrkräfte und Institutionen gezielt an den interreligiösen Dialog heranführt. Unter der Leitung von Rabbiner Dr. Yakov Nagen werden jüdische Quellen neu erschlossen, die eine respektvolle und legitime theologische Beziehung zu anderen Religionen ermöglichen. Damit vollzieht das Institut bewusst einen Paradigmenwechsel: weg von hierarchischen Modellen hin zu einer dialogischen Anerkennung anderer Glaubenstraditionen.
Mehr über das Blickle Institute for Interfaith Dialogue erfahren Sie auch hier.
Ein besonderer Fokus liegt auf der jüdisch-muslimischen Verständigung. In enger Zusammenarbeit mit renommierten muslimischen Gelehrten aus Israel, den Palästinensischen Gebieten, der arabischen Welt und darüber hinaus entstehen Materialien, die als Grundlage für Bildungsarbeit, Lehrpläne und interreligiöse Kooperationen dienen. Ergänzt wird diese Arbeit durch internationale Partnerschaften mit akademischen und interreligiösen Einrichtungen.
Das Blickle Institute ist Teil der internationalen Dialogarbeit von Ohr Torah Stone und zugleich Ausdruck der Ausweitung der interreligiösen Arbeit des Stuttgarter Lehrhauses nach Israel – an einen Ort, an dem Judentum, Christentum und Islam ihren Ursprung haben. Es steht für die Überzeugung, dass Frieden nicht allein politisch entstehen kann, sondern Bildung, Vertrauen und kontinuierlichen Dialog braucht.
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