Über BLICKWEITE

Dialog, Bildung, Frieden

Das sind die zentralen Ziele der K.H. Blickle Förder-gGmbH.

Geprägt vom Wirken und der Leitidee von Lisbeth Blickle und Karl-Hermann Blickle († 2022) fördern wir als BLICKWEITE / LKHB Förderorganisation Projekte und Initiativen für Begegnung, Verständigung und Toleranz. Ihre Haltung und ihre Initialen tragen wir im Namen.

Karl-Hermann und Lisbeth Blickle haben ihr Leben diesem Dreiklang gewidmet: Dialog zwischen den Kulturen und Religionen. Bildung als Brücke der Verständigung. Frieden als gemeinsame Aufgabe.

Das Team hinter BLICKWEITE: Matthias Neumann, Lisbeth Blickle, Hasan Dadelen
Das Team hinter BLICKWEITE: Matthias Neumann, Lisbeth Blickle, Hasan Dadelen (v.l.)

Dialog, Bildung, Frieden – ein Lebensthema

Karl-Hermann Blickle – Fußballfan, Menschenfreund und Unternehmer – war der Initiator, der Macher, der Menschen zusammenbrachte. Lisbeth Blickle war und ist in ihrer empathischen Art der starke Pfeiler dieser Projekte, die Zuhörende, die Verbindungen hält und Vertrauen schafft. Gemeinsam wussten sie: Menschen finden zusammen, wenn sie sich auf Augenhöhe begegnen – egal ob auf dem Platz, im Gespräch oder im Geschäftsleben.

Ihre gemeinsame Überzeugung war einfach und weitreichend zugleich: Frieden kann nur entstehen, wenn man sich austauscht, den anderen versteht, über die Kultur und Religion des anderen lernt und begreift, dass es am Ende bei allen um dasselbe geht.

BLICKWEITE – den Blick weiten

Diese Haltung prägte Karl-Hermann und Lisbeth Blickle in den 1970er-Jahren – während ihrer Zeit in Israel und Palästina, durch intensive Begegnungen, Gastfreundschaft und den Dialog zwischen Judentum, Christentum und Islam.

BLICKWEITE steht für diese Erfahrung: den Blick weiten. Gemeinsamkeiten finden, ohne Unterschiede zu verwischen. Das Andere anerkennen, ohne sich selbst zu verlieren. Menschen nicht vorschnell bewerten, sondern hinzusehen, zuzuhören und Zusammenhänge verstehen wollen.

Unser Lebensthema

Karl-Hermann Blickle hat 1970 bis 1973 seinen Zivildienst an Stelle des Militärdienstes in einem Stickerei-Projekt in Palästina geleistet. Da er nach dem Abitur eine Ausbildung als Textilkaufmann gemacht hatte, konnte er den Zivildienst im Ausland leisten, und war bestens auf diese Aufgabe vorbereitet.

Die palästinensischen Frauen sind bekannt für ihre wunderschön bestickten Kleider. Bei dem Projekt ging es darum, neue Gegenstände, wie Kissen, Tischdecken, Taschen etc. zu besticken, um sie in Jerusalem an Touristen zu verkaufen. Dadurch konnten sie Einkommen für ihre Familien erwerben. Das machen die Frauen bis heute noch.

Lisbeth Kindlimann war zur selben Zeit auch als Freiwillige an einer Schule als Hausmutter für eine Mädchengruppe tätig. Nach ihrer Ausbildung als Handarbeitslehrerin in der Schweiz, wollte sie etwas von der Welt sehen und Neues kennenlernen. Sie erfuhr von einer Schule in Ramallah, die nach freiwilligen Lehrkräften suchte. Das war für sie ein Glücksfall.

In Jerusalem lernten Karl-Hermann und Lisbeth sich kennen. Es war für beide eine sehr prägende Zeit, die ihren Blick weitete, und beide ihr Leben lang miteinander verband.

Die Erfahrung des Kennenlernens von Judentum und Islam in Israel und Palästina, und selber geprägt vom Christentum, ermutigte sie zum interreligiösen Dialog. Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus, die die Beiden 2009 zusammen mit ihrem jüdischen Freund, Meinhard Tenné, gründeten und die 2026 in das Zentrum Stuttgarter Lehrhaus überging, fußt auf diesen, ihren Erfahrungen seit ihren freiwilligen Diensten.

 

Lisbeth Kindlimann und Karl-Hermann Blickle, 1972, Negev

Chronik – von der Idee zur Institution

1926–1938 – Jüdisches Lehrhaus in Stuttgart: Lernen, Denken, Leben sichtbar in der Stadt.

1970er-Jahre – Prägung der Familie Blickle: Freiwilligendienste in Israel/Palästina, gelebte Begegnung als „weites Sehen".

1980er-Jahre – Beginn des Engagements in der Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg: Alte Synagoge Hechingen, Synagoge Haigerloch, Synagoge Rexingen.

Dezember 2009 – Karl-Hermann und Lisbeth Blickle gründen die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog (rechtsfähig, gemeinnützig, Sitz Stuttgart).

07. Februar 2010 – Auftakt: Der Stiftungszweck wird öffentlich formuliert – Dialog/Trialog, Respekt, Gleichberechtigung der Religionen.

Folgejahre – Aufbau eines lebendigen Lernorts: Netzwerkpartner, Jahresthemen, Veranstaltungen; analoge und digitale Formate (u. a. Blog/Podcast).

Wachstumsschritt – Das Stuttgarter Lehrhaus wird als konkreter Ort erlebbar – für Lernen, Fragen, Dialog.

Internationalisierung – Erweiterung durch das Ohr Torah Stone's Blickle Institute for Interfaith Dialogue in Israel.

Nach dem Tod von Karl-Hermann Blickle – Lisbeth Blickle führt sein Erbe weiter. Die Stiftung wird in eine neue Organisation überführt: BLICKWEITE – LKHB Förderorganisation (K.H. Blickle Förder-gGmbH).

 

Eröffnungsfeier Stuttgarter Lehrhaus, 2010

Heute – BLICKWEITE als Dach

Unter dem Namen BLICKWEITE bündeln sich die Projekte, Partnerschaften und Linien, die aus dem Lebensthema von Lisbeth und Karl-Hermann Blickle gewachsen sind. Das Zentrum Stuttgarter Lehrhaus bleibt eine wesentliche Wurzel und ein konkreter Knotenpunkt.

Unser Anspruch ist dabei schlicht: Dialog, der nicht nur gut klingt, sondern wirkt. Begegnung, die Vertrauen möglich macht. Bildung, die Brücken baut.

Denn dieses Lebensthema ist aktueller denn je: Frieden braucht den Mut zur Begegnung – und die Geduld, wirklich zuzuhören.

Ansprechpartner

Lisbeth Blickle

Lisbeth Blickle

Geschäftsführende Gesellschafterin

lb@blickweite.org

Matthias Neumann

Matthias Neumann

Geschäftsführer

mn@blickweite.org

Hasan Dadelen

Hasan Dadelen

Projektleiter Stuttgarter Lehrhaus

hd@blickweite.org