Studienprofil „Antisemitismuskritische Bildungsarbeit“ an der PH Ludwigsburg
Jüdisches Leben kennenlernen – Wissen in die Praxis tragen
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Jüdisches Leben in seiner Vielfalt wahrnehmen
Jüdische Geschichte und Gegenwart kennenlernen, Begegnung ermöglichen und Verständnis fördern: Darin liegt für BLICKWEITE ein wesentlicher Grund, das Studienprofil an der PH Ludwigsburg zu begleiten.
Dabei geht es bewusst um mehr als die Auseinandersetzung mit Verfolgung und Shoah. Jüdisches Leben soll mit seinen historischen, kulturellen und religiösen Perspektiven wahrgenommen werden – und nicht ausschließlich durch die Geschichte des Antisemitismus.
Wie breit dieser Zugang angelegt ist, zeigt das dokumentierte Lehrangebot: Es reicht vom Zusammenleben von Juden und Christen in der Antike über die Geschichte aschkenasischer Jüdinnen und Juden im Mittelalter bis zu jüdischen Biografien und zur Prävention und Intervention in Bildungskontexten.
Ein Angebot über Fachgrenzen hinweg
Für das Sommersemester 2026 berichtet die PH von 56 aktiven Studierenden. Die im Rückblick aufgeführten Fachrichtungen reichen unter anderem von Geschichte, Deutsch und Mathematik über Islamische Religionspädagogik und Evangelische Theologie bis zur Sonderpädagogik und Frühkindlichen Bildung. Das Studienprofil bringt damit unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammen.
Auch die begleitenden Veranstaltungen werden genutzt: Für die Ringvorlesung im Wintersemester 2025/26 nennt der Bericht wöchentlich 40 bis 45 Teilnehmende. Zum Sofagespräch mit Oliver Polak im Dezember 2025 kamen rund 120 Menschen.
Vom Seminar zum Museumsbesuch einer Schulklasse
Ein besonders anschauliches Beispiel für den Praxistransfer entstand im Seminar „Anti-Anti 2.0“. In Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte wurden Unterrichtsmaterialien zur Interventionsausstellung „Anti-Anti 2.0. Fragt uns doch mal. Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus“ erarbeitet. Nach Angaben der PH wurden diese Materialien von Schulklassen bei ihren Museumsbesuchen genutzt.
Hier wird ein wichtiges Ziel des Studienprofils konkret: Die Auseinandersetzung im Studium bleibt nicht auf den Seminarraum beschränkt, sondern fließt in Angebote für junge Menschen ein.
Was die Unterstützung durch BLICKWEITE beiträgt
Gute Bildungsarbeit braucht neben fachlicher Expertise auch verlässliche Organisation. Der Rückblick benennt den Beitrag von BLICKWEITE ausdrücklich: Die Unterstützung ermöglicht eine zusätzliche Hilfskraft für das Studienprofil. Dadurch entstehen Kapazitäten für die Planung von Veranstaltungen und für die Kommunikation mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Bildungsarbeit.
Als Partner zwischen Förderinnen und Förderern und der Hochschule begleitet BLICKWEITE diese Arbeit. Die fachliche Gestaltung und Umsetzung liegen beim Team der PH Ludwigsburg.
Die bisherigen Ergebnisse sind für uns wichtige Schritte auf einem gemeinsamen Weg: jüdisches Leben kennenlernen, Antisemitismus erkennen und Menschen für verantwortliches pädagogisches Handeln stärken.
Unser Dank gilt dem Team der PH Ludwigsburg, den engagierten Studierenden und den Förderinnen und Förderern, die diese Arbeit mittragen.
BLICKWEITE fördert, was verbindet.
Mehr zu unserer Arbeit und unseren Projekten unter www.blickweite.org.
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